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Weltweit im Kampf gegen Corona

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Die Corona-Pandemie hält die Welt seit März in Atem. Während wir uns in Deutschland weitestgehend durch einen Mindestabstand, ausreichend Handdesinfektion, Schutzmasken und Quarantäne schützen konnten, befinden sich mehr als 70 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht. Viele leben in überfüllten Lagern, haben keinen Zugang zu einer medizinischen Grundversorgung oder gar die Möglichkeit, sich die Hände zu waschen.  

Die Pandemie hat nicht nur weitreichende restriktive und politische Auswirkungen, sondern verstärkt die soziale Ungleichheit. Besonders in Ländern des Globalen Südens sind die Menschen mit ausgelasteten Gesundheitssystemen konfrontiert und erhalten – anders als bei uns – keine staatlichen Unterstützungen wie Kurzarbeit oder Mindestlöhne . So verloren beispielsweise in Nepal oder Honduras viele Tagelöhner schlagartig ihre Arbeit und damit ihre Existenzgrundlage.

Hunderttausende Arbeitsmigrant*innen befinden sich zudem aus Angst vor dem Virus auf dem Weg in ihre Herkunftsländer – ihre Familien erhalten keine Rücküberweisungen mehr und rutschen damit in die Armut. Die Weltbank prophezeite Anfang Juni, dass bedingt durch Corona, 71 bis 100 Millionen Menschen weltweit in die absolute Armut getrieben werden und mit weniger als 1,90 US Dollar am Tag überleben müssen. 

Diese Situation schafft enorme Herausforderungen in der humanitären Hilfe und der Entwicklungszusammenarbeit. Partnerorganisationen und humanitäre Helfer*innen sind vor Ort häufig mit unterschiedlichen Schwierigkeiten konfrontiert: Meist kämpfen sie nicht nur gegen eine Ausbreitung des Virus, sondern auch gegen die Folgen von Naturkatastrophen.

So beispielsweise in Indien und Bangladesch gegen die Zerstörung durch Zyklon Amphan, in Mittelamerika gegen die starke Dürre oder in Ostafrika gegen die Heuschreckenschwärme, die seit Anfang des Jahres auch über unsere Projektregionen herfallen. Konkrete Hilfe kann dabei ganz verschieden aussehen: Von Wassertanks über die Verteilung von Lebensmitteln bis hin zu Radio-Jingles.  

Über die Arbeit von AWO International im Rahmen der Aktionswoche

Im Rahmen der digitalen AWO Aktionswoche berichtet AWO International über seinen Einsatz in der internationalen Corona-Nothilfe. Im Fokus steht dabei das Geflüchtetenlager Nakivale. Es ist ein besonderer Einsatzort: Hier, im Südwesten Ugandas nahe der kongolesischen Grenze, ist AWO International seit 2019 aktiv und setzt sich unter anderem für Nahrungsmittelsicherheit ein. Mit der drohenden Corona-Epidemie mussten die Projekte aufgestockt werden, um die über 100.000 Geflüchteten vor einer Ansteckung zu schützen.

 

Gemeinsam mit der örtlichen Büroleitung gibt AWO International Einblicke in die aktuelle Situation in Uganda und zeigt auf, wie konkrete Hilfsmaßnahmen aussehen. Zu diesem Anlass wird auch ein Video gezeigt, in dem die Teilnehmer*innen der Veranstaltung sich selbst ein Bild von Nakivale und den Hilfsmaßnahmen machen können. 

 

Wann? Montag, 15. Juni, von 17:00 – 18:30 Uhr bei Zoom.  Hier geht es zur Anmeldung.

AWO International bietet außerdem zwei weitere Veranstaltungen an:

1. Die globale Nachhaltigkeitsagenda 2030 lokal umsetzen – auch in der AWO!

Termin: 17.6., 16:30-18:00 Uhr 

2. Tu was gegen die Scheiße! Gemeinsam für eine Textilwende und ein Lieferkettengesetz 

Termin: 18.6., 15:30-18:00 Uhr

Alle Infos zu diesen und weiteren Veranstaltungen: www.echt-awo.org

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